Im Vorstand der Maler- und Lackierer-Innung Herford gab es eine personelle Veränderung: Auf der jüngsten Innungsversammlung in Herford wurde Ingo Koßert aus Spenge als Nachfolger von Frank Krüger (Vlotho) ins Obermeister-Team gewählt. Zum Obermeister in dem Zweier-Team wiedergewählt wurde Thomas Elbracht (Herford). Darüber hinaus stimmten die Innungsmitglieder dafür, Frank Krüger als Ehrenobermeister im Vorstand zu halten.
Mit der Wahl zum Ehrenobermeister würdigte die Innung die ehrenamtlichen Leistungen von Frank Krüger: Im März 2005 – und damit vor mehr als 20 Jahren – stellte sich der Malermeister aus Vlotho erstmals zu Wahl. Damals wurde zum ersten Mal ein Obermeister-Team gewählt. Seither hat Frank Krüger dazu beigetragen, die Innung aus damals schweren Zeiten herauszuführen und schließlich die Innungsarbeit in jüngere Hände zu überführen. Bereits im vorigen Jahr wurde auf seinen Wunsch nach einem Nachfolger fürs Obermeister-Team gesucht – und mit Ingo Koßert nunmehr auch gewählt.
Nichts geändert hat sich bei den übrigen drei Vorstandspositionen. Als weitere Vorstandsmitglieder wiedergewählt wurden Taifun Azmanlar (Enger), Marco Eimertenbrink (Löhne) und Sebastian Gard (Löhne). Eine Änderung könnte es allerdings für die nächste Wahlperiode geben: Die beschlossene neue Innungssatzung ermöglicht, künftig bis zu drei Obermeister oder einen Obermeister mit einem Stellvertreter zu wählen.
Nach den Wahlen bestimmte schnell die Innungsarbeit die Diskussionen. So wurde seitens des Vorstandes angekündigt, dass in 2027 die Innungsbeiträge moderat erhöht werden müssen, da die Kosten für Material und Umlagen für übergeordnete Gremien gestiegen sind. Darüber hinaus stehen laut Thomas Elbracht höhere Investitionen für die Digitalisierung insbesondere für die Ausbildungswerkstatt an.
In diesem Zusammenhang wies er auch daraufhin, dass das digitale Berichtsheft zum Standard für die Führung des Ausbildungsnachweises wird. Dabei verfolgt die Innung das Ziel, dass zumindest die Innungsbetriebe mit dem gleichen digitalen Berichtsheft arbeiten – und zwar mit dem vom Landesverband empfohlenen. Daher wurde auf der Versammlung beschlossen, dessen Benutzung mit rund 22 Euro zu fördern – und damit nahezu die komplette Nutzungsgebühr für Ausbildende Mitgliedsunternehmen zu übernehmen. Die reguläre Nutzungsgebühr beträgt 25 Euro je Azubi für die gesamte übliche dreijährige Ausbildungszeit.
Was die überbetriebliche Ausbildung anbelangt, werden in der Maler-Ausbildungswerkstatt in der Wilhelm-Rieke-Bildungsstätte in Bünde Räume eingerichtet, in denen Lehrgänge zum Thema Trockenbau durchgeführt werden können. Dabei kam auch zur Sprache, im Rahmen der überbetrieblichen Ausbildung vermehrt mit der Minden-Lübbecker Innung zusammenzuarbeiten.
